Feuerwerk Frühjahrsdom 2017


Zunächst einmal eine paar Worte um alle Nicht - Hamburger ins Bild zu setzen was denn der Hamburger Dom  ist.

Der Dom" ist keine Kirche, sondern ein Volksfest das drei mal jährlich statfindet. Es ist der Frühjahrs - der Sommer und der Winterdom. Es ist ein großer Rummel, Kerb, Kirmes oder wie immer man solche Volksfeste nennen man.Der Hamburger DOM hat seine historischen Ursprünge im 11. Jahrhundert. Im damaligen Hamburger Marien-Dom suchten Händler und Handwerker, aber auch Gaukler und Quacksalber Schutz vor Wind und Wetter. Den Domherren, den rotbärtigen Erzbischof Burchard von Bremen, störte das weltlich bunte Treiben in seiner Kirche. Er erteilte den Schaustellern 1334 Hausverbot bei Strafe des Kirchenbannes.

Das allerdings nahmen die Kirchgänger ihm übel. Wenn es um Tradition geht, sind die Hamburger schon immer "komisch" gewesen, was in typischem hanseatischen Understatement keinesfalls lustig gilt, sondern eine sehr ernst zu nehmende Gemütsregung anzeigt. Und diese lässt sich selbst von einem Erzbischof nicht beeinflussen. Kurz: Erzbischof Burchard unterließ nicht nur Bannschleudern, sondern gestattete sogar 1337 ausdrücklich die Anwesenheit der Händler im Dom, jedoch nur bei "Hamburger Schietwetter".

Und so blieb der Markt im Dom, bis der Bau 1804 abgerissen wurde. Danach zogen die Händler und Schausteller durch die Hamburger Stadtteile – ohne festen Standort. Der wurde ihnen erst 1893 zugeteilt: das Heiligengeistfeld.

Die Volksfeste heißen heute noch nach dem ursprünglichen Standort DOM. Zum Winterdom (Dommarkt) kam 1947 noch der Sommerdom (Hummelfest) hinzu und seit 1948 wird der Frühlingsdom (Frühlingsfest) auf dem Heiligengeistfeld abgehalten.

 

An jedem Freitag, an dem ein "DOM" stattfindet, wird ein Feuerwerk gezündet. Dieses habe ich von der Plaza der Elbphilharmonie fotografiert.